Sonntag, 24. Februar 2013

I Not Dance – 02ter Februar 2013 @ Oettinger Villa Darmstadt



Irgendwo zwischen dem Kurz- und Langzeitgedächtnis kratz ich mir soeben noch schnell meinen Bericht zusammen. Der Andrang an jenem Tag war überschaubar, das Wetter kalt und wüst und diese Einleitung ist irgendwie beschissen.

Angekündigt waren drei Bands und als erstes traten Blckwvs auf. Diese hatten nicht nur sämtliche Vokale in ihrem Namen verloren, sondern auch ihren Sänger. Das war aber auch nicht weiters schlimm, die Instrumental Doomer kompensierten dies wunderbar mit Atmosphäre. Das Schlagzeug war wuchtig, die Gitarren drückten schön von unten – kombiniert mit der ordentlichen Lautstärke ergab sich ein dunkeler Sog, welcher mir sehr gefiel. Mit einem leicht benebelnden Apfelwein wäre ich sicherlich mit Leichtigkeit in dieses tranceartige Gefühl gefallen, aber heuer gab es kein Alkohol für mich und der Griff zu Club Mate ohne Cola überraschte mich doch ordentlich ob des bitteren Geschmacks. Etwas Bewegung gab es zwischendurch auch noch, als dem Keyboarder das Rumstehen zu blöde wurde und er sich in Eigenregie einen Stuhl besorgte. Ich liebäugelte anschließend auch mit dem Kauf einer CD, leider gab es nur Vinylscheiben und unabhängig davon – dass ich immer noch keinen Plattenspieler besitze, wollte ich nicht den ganzen Abend wie verrückt auf eine LP aufpassen. Schade…

Damit war mein Highlight des Abends eigentlich schon vorbei, Hector Savage boten einen anarchischen Hardcoresound und in Form des umherwirbelnden Sängers etwas mehr Bewegung. Zu Gute halten kann man ihnen, dass sie – wenngleich sie wenige hervorstechende Merkmale hatten – auch nicht wie gefühlt jede zweite Hardcoreband klangen. Der Auftritt ging in Ordnung, konnte mich aber auch nicht vom Hocker reißen.

Der Headliner I Not Dance war meiner Meinung nach aber die schwächste Band des Abends. Zwar hatten sie zwei Sänger, dennoch konnte ich klanglich absolut keinen Unterschied zwischen ihnen feststellen. Das könnte an der hohen Lautstärke liegen, oder daran, dass sie sich wirklich sehr ähnlich sind. Die Breakdowns hatten zwar keine 10-sekündige Vorankündigungszeit, kamen aber selten überraschend. Die einzige, richtige Überraschung war ein sehr merkwürdiger, unpassender Bruch mitten in einem Lied. Mehr als Standart war dies leider nicht.

Auch wenn obiges nun wenig euphorisch klingt, ich fand es dennoch gelungen. Preise sind top, die Atmosphäre ist zwar ungewöhnlich aber sie gefällt mir, die dortigen Besucher scheinen mir in Ordnung zu sein und ich war einfach nur scheißgeil auf ein Konzert, egal was spielt. Blckwvs haben dabei ihre Erwartungen gehalten und sogar übertroffen, somit drei neue Bands gesehen und Spaß gehabt. Ich war bescheiden – somit alles voll okay.

Samstag, 16. Februar 2013

[HATE]-talusicore – die Abrechnung: Wacken und der mediale Bullshit!



Sperrt die Schwiegereltern weg und dreht euch sicherheitshalber noch einmal um, denn jetzt werden die Klingen gewetzt und die einst mal „beste“ Szene der Welt fachgerecht zerlegt. Nach jahrelanger Erfahrung bleibt der ernüchternde Ausblick, dass die jugendliche Naivität vollkommen fehl am Platz war. Auch bei uns gibt es Schlampen, Idioten und asoziale Arschlöcher und darüber hinaus noch ganz andere Sachen. It’s HATE-Time!

Ideen habe ich zuhauf um zig Episoden wie Perlen vor die Säue zu werfen, die große Frage war nur, welches Thema soll der Aufhänger sein? Das danach Chronologie vollkommen Schnuppe ist, ist mir klar – aber der Einstieg sollte doch wohl überlegt sein. Daher wollte ich den üblichen Klischees folgen. Was für dämliche Antworten dürften die ersten sein, wenn man wissen möchte was Metal ist? Lange Haare, Bier und Wacken. Und da ich ungern gegen lange Haare und Bier lästere, beziehungsweise daran nichts schlecht finde, muss Wacken daran glauben.

Ja Wacken ist schon ein heißes Thema. Hat es immerhin Metalfestivals in Deutschland salonfähig gemacht und damit ins deutsche TV gehievt. Ob man das will ist natürlich die andere Frage. Ich muss ehrlicherweise gestehen a) noch nie dort gewesen zu sein und es b) vor acht, neun Jahren auch noch toll gefunden haben, wenn man so was mal im Fernseher sah. Wenn ich nun allerdings von einem Overkill rede, meine ich leider nicht die Band sondern die Dauerberieslung strunzdämlicher Formate, welche sich dieses Massenevent mit einem lüsternen Voyeurismus herauspicken.

Ich bekomme inzwischen regelrecht das Kotzen wenn RTL, SAT1, Pro7 und Co mit mitleidigem Lächeln von „wilder Party“ sprechen und möglichst cool durch das überschminkte Gesicht ein vollkommen unauthentisches „Sex, Drugs und Rock’n’Roll“ durch die Lippen pressen. Auch GEZ finanzierte Öffentlichkeitsanstalten biedern sich mit einem ach so verständnisvollem Pseudojournalismus an um in Wirklichkeit nahezu Null auszusagen. Fehlt nur noch Arte mit einem absolut übersteigerten, intellektuellen Auswurf um den metaphorischen Brunnen, in den das infantile Balg schon längst gefallen ist gegen den anarchischen Baum zu fahren.

Wacken hat es geschafft sich zu stilisieren, zu einem Mecka der Metalfans, zu einem must-have der echten Fans und veranstaltet dabei Deutschlands größtes und teuerstes Metalvolksfest. Viel mehr als Karneval ist das oft aber auch nicht, was bei investigativen Interviews volltrunken in die Linse gereihert wird.

Das Credo liegt auf der Hand. Die schwarz Gekleideten sind eigentlich gar nicht so böse wie sie aussehen dafür ständig betrunken, die Arbeit am Ausschank ist echt total anstrengend (ach sag bloß, ich schätz auf dem Oktoberfest auch, aber warum musste es dafür schon mindestens zwei „Dokus“/Berichte  geben und was genau soll mir das über Metal sagen? Arbeit ist doof?) und nachdem man die softeste Band als vorzeigbaren Vergleich ausgesucht hat, eventuell sogar hörbar. Ja bitte an der Stelle noch ganz oft AC/DC im Zusammenhang mit Metal nennen. Alternativ Rosenstolz, Lady Gaga oder die Kastelruther Spatzen und nein die Pointe erklär ich jetzt aus Prinzip nicht, Korinthenscheißerei hin oder her.

Wacken und Medien, ein mundgerechtes FUCK YOU! für Groß und Klein.

Donnerstag, 14. Februar 2013

CD Einkäufe 2013

Die "guten" Vorsätze sind eigentlich jetzt schon wieder dahin (maximal 1/6 des Vorjahres auszugeben) und es bahnt sich schon wieder eine brutal lange Liste an. Wie letztes Jahr gilt auch jetzt:

Band neu in meiner Musiksammlung
Album noch nicht bei Musik-Sammler.de eingetragen
(X) = CD ausreichend angehört, sodass sie zum Review ausgewählt werden könnte
Verwendete Farbe und daher ohne Bedeutung :p

Am Schluss wieder eine Jahressumme, neues Ziel: Maximal 2/3 des Vorjahres ausgeben, wenn ich drüber geh verkauf ich CD's. *kreisch*


Carissa's Wierd ‎– They'll Only Miss You When You Leave: Songs 1996-2003
Black Sabbath - Black Sabbath
Dead Can Dance - Anastasis
Maria Callas - La Divina (30CD Box-Set)  (geschenkt)

The Boomtown Rats - The Best of The Boomtown Rats
The Agonist - Prisoners (X)
Saturnus - Saturn In Ascension
Nyktalgia - Nyktalgia
Various Artists/Sampler - Death Certificate MMXIII (Legacy Beilage)
Berserker - Berserker Berlin (Legacy Beilage)
Various Artists/Sampler - Legacy #86 (05/2013)
Marilyn Manson - Get Your Gunn (Geschenk!)
Marilyn Manson - Lunchbox (Geschenk!)
Licht erlischt... - The Narrow Path (X)
Stalaggh - :Projekt Terror:
Broken Circle - Out Of The Abyss Demo (X)
Imagine Dragons - Night Visions (X)
Obituary - Darkest Day (EK=7€) im Tausch für:
Suidakra - Lays from Afar (Re-Release) (EK=2,13€) Ebay: 02.09.2012
Lordi - The Arockalypse (EK=3,03€) Ebay: 02.09.2012
Orden Ogan - Easton Hope
Lord Vicar - Signs Of Osiris
Woods of Desolation - Torn Beyond Reason
Agalloch - The Mantle (X)
Shape of Despair - Shape of Despair (X)
Mayhem - Grand Declaration Of War (X)
Immortal - Diabolical Fullmoon Mysticism
Hypocrisy - The Arrival
Gorgoroth - Pentagramm (X)
Helel - A Sigil Burnt Deep Into The Flesh
Ivenberg - Leben heißt Sterben
Corpus Diavolis - Revolucia
Hell:On - Re:Born
Ketelens' Brukke - Graeueltaten / Memories Of Life
Necrosadistic Goat Torture - The Maniac's Banquet
Native In Black - At the Mystic Gates Of Eternal Winter (doppelt in Sammlung, 2x geliefert!!)
Fatal Error - Conglomerate
Shining Abyss - Sacrifice - Reh. 96
United Mind Club - World Blood History
On Horns Impaled - Total World Domination
Cydia - Evil Sun
Animus Mortis - Atrabilis (Residues From Verb & Flesh)
Split: Tenebrae In Perpetuum / Krohm [Krohm - Tenebrae In Perpetuum]
Suicidal Vortex - My Existence: A Series Of Thoughts Amidst Infinitive Darkness
Shadowdream - Part Of The Infinity (doppelt in Sammlung)
Myrkr - Black Illumination
Hellebaard - Fier
Smashed Ruins - Silence
Skady - Eyn Raunen Im Tannicht
Gross Grolland - What Doesn't Kill Me Makes A Big Mistake
Nefarius - The deterrence and renounce of faith
Istapp - Köldens Union
Stahlklang - Bei Nacht und Nebel
Urak-Hai - Cirith Ungol (doppelt in Sammlung)
Necronom - A Darkening Path
Симфонія Життя - Чиста Криниця
Raven Throne - Тенью Сквозь Смерть
Orthanc - L'Age de Raison
Nemesis Ovlta - The Complex
Nord'n'Commander - Hermeneutics
Various Artists/Sampler - Norsk Svart Metall
D.Hate - Game With Ghosts
Lycanthropy - Black Christmas
Split: Sieghetnar / Uruk-Hai [Sieghetnar - Uruk-Hai]
Nocturnal Sin - Nastier
Na Rasputje ‎– The Throne Of Immortal Ones / Hammer Of Holocaust
Nechrist - Casus Belli
Nightside - The End Of Christianity
Nocturnal Vomit - Divine Profanation
Split: Nephilim / Klandestyn [Nephilim - Klandestyn]
Nordmen - Vertus Guerrieres
Forgotten Winter - Dialéctica Transcendental
Split: Wargod Domination [Nokturne - Noctifer]
Apolion - Death Grows Into Sperm
Native In Black - At the Mystic Gates Of Eternal WinterNetherealm - The Occultist Omnibus
Dammerung - Dark Poetry
Rose Land - Au Mont des Soupirs
Chadenn - Aux Portes de la Mort
Killer Dwarfs - Dirty Weapons
King Køng - King Who?
King's X - King's X
Lawdy - Outlaw Invasion
In The Name - In The Name
Helicon - Helicon
Royal Rout - Royal Rout (X)
Heartscore - Sculptures
Calm - Are We Supposed To Be...
Blue Murder - Blue Murder
Bloodhound Gang - Hooray For Boobies
Stoner Kings - Brimstone Blues
Step Child - The Prayer
Staind - Dysfunction
Staind - Break The Cycle
Solemnity - Reign In Hell
Solid Vision - Eleven
Alkemyst - Meeting In The Mist
$400 Suits - Never Give What You Can't Take Back
Dead Head - Dream Deceiver
Dark Nova - Sivilla (doppelt in Sammlung)
Crazy Town - The Gift Of Game
Cradle Of Thorns - Download This!
Clawfinger - Deaf Dumb Blind
Chris Caffery - Music Man
Chris Caffery - W.A.R.P.E.D.
Chris Caffery - Faces / God Damn War
Patriarch - Prophecy
Brutality - When The Sky Turns Black
Bosco - Herzblut
Biss - Face-Off
Balansia - Balansia
Axis Of Advance - Obey
Auberon - The Tale Of Black
Arkhon Infaustus - Perdition Insanabilis
Anubis Gate - Purification (Promo)
Anthenora - The Last Command (Promo)
Bloddhound  Gang - Hefty Fine
Bloodhound Gang - One Fierce Beer Coaster
Blood Has Been Shed - Spirals
Black Milk - Ultrawide
Awaken - Be Prayer
Augury - Fragmentary Evidence
Artrosis - In The Flowers' Shade
Anfall - Feuer, Eis & Energie
Ironware - Break Out (doppelt in Sammlung)
Lisa Dominique - Gypsy Ryder
Depressive Age - Lying in Wait
Dee Tail - Eye Owe You
Feeder - Comfort In Sound (X)
Gates Of Ishatar - Dawn of Flames (Promo)
Fozzy - All That Remains (Promo)
Empty Tremor - The Alien Inside (Promo)
The Dictators - Viva Dictators (Promo)
Delirious - Designed By Violence (Promo)
Decubitus - Codex Sinaiticus (Promo)
Deathbutcher - Demo (Promo)
Daytag1 - Daytag1 (Promo)
Dark Reality - Blossom Of Mourning (Promo)
Cryptic Carnage - Retrospect 2000 (Promo)
Dynasty of Music - Shadows
Sky's Shadow - Fate
Skullview - Kings Of The Universe
Sixty Watt Shaman - Reason To Live
Dynamic Lights - Shape (Promo)
Godsend - In The Electric Mist (Promo)
Totalisti - Slave to None
The Gathering - Mandylion (Promo)
Tenebrae - Hypnotech (Promo)
Tantrum - Twisted in anguish (Promo)
Spellblast - Ray Of Time
Sex Museum - Two Sisters (Promo) (doppelt in Sammlung)
Septic Flesh - Esoptron (Promo)
Leviathan - Riddles, Questions, Poetry & Outrage (Promo) (doppelt in Sammlung)
Honeymoon Suite - HMS Live (Promo)
Hammers Of Misfortune - The August Engine
Hämatom - Wenn Man Vom Teufel Spricht (Promo)
Grenouer - Try (Promo)
Riot - The Privilege Of Power
Sceptic - Pathetic Being (Promo)
Passenger - Passenger (Promo)
Pandemia - Riven (Promo)
Obligatorisk Tortyr - Obligatorisk Tortyr (Promo)
Nightfall - Athenian Echoes (Promo)
Molly Hatchet - Warriors Of The Rainbow Bridge (Promo)
Misanthrope - Visionnaire (Promo)
Mad Sin - All This And More (Singel)
Los Suaves - Si Yo Fuera Dios (Promo)
My Own Victim - Burning Inside (X)
Lion - Trouble In Angel City
Lucy's Fur Coat - Jaundice
Lungbrush - Old School - New School
Maraya - No Hope For Humanity...?
Mind's Eye - A Work Of Art
Martin Motnik - Bass Invader
The Lemonheads - Come On Feel The Lemonheads
Leviathan - Riddles, Questions, Poetry & Outrage
Kick - Sweet Lick Of Fire
Kalel - Lolita
Subzero - Happiness Without Peace
The Black Cherries - The Black Cherries
The Fixx - Calm Animals
Time Machine - Shades Of Time
Think About Mutation - Hellraver
Various Artists/Sampler - Daredevil - The Album
Various Artists/Sampler - Out Of The Dark - 20 Years Nuclear Blast
Various Artists/Sampler - Ride The Lightning
Various Artists/Sampler - X-Treme - The Best Of Hard'n'Bizarre

Spacewalk - A Salute To Ace Frehley
Strip Mind - What's In Your Mouth
Stone Sour - Stone Sour
Wrathchild U.K. - The Biz Suxx But We Don't Care
Vicious Circle - Fine Line
Veil - Words Against Nothing
Trans Am - Unlimited
Tragic Romance - Cancel The Future - Live
Toxic Virgin - Sulphur
Titan Force - Titan Force
Anasarca - Godmachine
Various Artists/Sampler - Yes New York
Puddle Of Mudd - She Hates Me (X)
Quo Vadis - Defiant Imagination
Queens Of The Stone Age - No One Knows
Queens Of The Stone Age - Lullabies To Paralyze
Paingod - Paingod (doppelt in Sammlung)
Radakka - Malice And Tranquility
Poltergeist - Behind My Mask (X)
Phantoms Of Future - Chimera
Myballoon - Between Here And Away
Graveyard Rodeo - Sowing Discord In The Haunts Of Man
Gurd - D-Fect (The Remixes)
Reaper - Victory V
Respect - Despair
Mustasch - Above All
Oversoul - Seven Days in November (doppelt in Sammlung)
Firebird - No.3
Mystrez - The Indictment
New Eden - Obscure Master Plan
Night in Gales - Necrodynamic
Gurd - Bedlam
Heads Or Tales - Eternity Becomes A Lie (X)
Powermad - Absolute Power (X)
Radakka - Requiem For The Innocent
Esira - Are U Blind
Fastway - Bad Bad Girls
Every Time I Die - Hot Damn!
Power Of Expression - X-Territorial
My Own Victim - The Weapon
My Own Victim - No Voice, No Rights, No Freedom
Only Living Witness - Innocents
Fu Manchu - Go For It... Live!
Hangover - Shit Happens (X)
Rage - Ghosts
Solemnity - King of Dreams
Saxorior - Saxot

Paradise Lost - Forever Failure
The Sisters of Mercy - A Slight Case of Overbombing: Greatest Hits Volume One
Necronomicon - The Devil's Tongue
Bruce Dickinson - Accident Of Birth
Cruachan - Ride On

Nightwish - Nemo
Nightfall - Eons Aura
Lacrimosa - Alles Lüge

SuidAkrA - Lays From Afar (Digipack) (X)
SuidAkrA - Signs For The Fallen
SuidAkrA - Emprise To Avalon
SuidAkrA - The Arcanum (X)
SuidAkrA - Book of Dowth

Lindsey Stirling - Lindsey Stirling (X)
Deafheaven - Roads to Judah

An Autumn For Crippeld Children - Everything (X)
Nebunam - Nebunam
Sirenia - Nine Destinies And A Downfall
Dark Tranquillity - Character
Sun of Sadness - Picture

Marilyn Manson - Born Villain (X)


Summe: 497,58€
Erlaubte Maximalsumme 2013: 991,27€
Stand: 50,20 % der Summe in 99,18% der Zeit! [im Ziel]

Dienstag, 12. Februar 2013

Falling Leaves - Chapter VIII – 01ter Februar 2013 @ Goldene Krone Darmstadt



Zweieinhalb Monatiger Konzertentzug, die Folgen existenziell – kann ich noch? Natürlich kann ich noch, die Bedingungen nur ein klein wenig anders. Vorfreude war natürlich extrem, dem allabendlichen Trott endlich mal wieder entkommen.

Die erste vermisste Überraschung: Die Differenz zwischen angekündigter Startzeit und tatsächlicher Startzeit. Die Daten auf der Homepage sind nicht immer wirklich verbindlich, einige Male war ein Konzert schon längst im Gang oder fing wesentlich später an. Diesmal eine Verspätung, Begründung: eine kurzfristige Bandabsage. Auch nicht ganz neu…

Kurz vor 22 Uhr erst der Beginn. The Dullahans starteten den Abend. Irischer Folk Rock: klassisch mit Geige, Akkordeon, Flöte, Bass und einer eher akustisch anmutenden Gitarre. Dazu statt einem Schlagzeug ein Cajon. Ein betrommelbarer Hocker, nur ein wenig professioneller. Dazu ein Sänger in feucht-fröhlichem Singsang, phasenweise noch durch Backingvocals unterstützt. Stilistisch nicht wirklich meine Musik, aber tatsächlich nicht schlecht dargebracht. Thematisch nur etwas schwer beschränkt auf alkoholische Getränke, Exzesse und Frauen. Auch musikalisch nicht unbedingt repetitiv, aber ein sich oft sehr ähnelnder Grundtenor. Fand ich persönlich leider etwas schade, denn als man sich einmal auf anderes Terrain wagte – winkte vor allem im Chor sachte die Epik. In meinen Augen durchaus Potential daraus mehr zu machen, statt alle möglichen Kneipenlieder abzuarbeiten. Bei diesem Auftritt aber doch zu wenig ausgenutzt.

Es folgte eine etwas längere Pause, der Soundcheck ließ aber aufhorchen. Der Drummer schien zu taugen. Dann kamen Ibn Ghalad, eine durchaus sympathische Gruppe welche sich mit dem Publikum einige Frotzelein lieferte. „Wie heißt ihr?“ war eine permanent gestellte Frage, vor allem direkt nach einem „Wir sind Ibn Ghaled“ – Dennoch lichtete sich dieses bereits, was recht schade war, zumal die Krone wieder einmal einen ihrer leeren Momente hatte. Dass der Altersdurchschnitt doch recht hoch war, verwunderte mich ein wenig. Vom Auftritt her hätte ich durchaus Lust gehabt, ein wenig zu bangen. Ich fand aber fast durchgehend keinen Zugang. Gegen Ende einiger Lieder wechselte der Sänger erfreulicherweise ab und an in den Growlgesang, mit der klaren Darbietung hatte ich in Bezug auf Rhythmik und Betonung doch ein klein wenig meine Probleme. Ich hätte mir auch sehr oft gewünscht, dass das Gaspedal auch mal durchgedrückt wird und mal eine längere Zeit der Sound voll vorne raus geht. Es gab zig Momente, indem die Lieder nach einem vielversprechenden Aufheulen sofort wieder auf die Bremse traten oder ausrollen ließen. So gewinnt man leider auch keine Rennen, um die Metapher jetzt konsequent bis zum Ende durchzuprügeln. Weniger anschieben lassen sondern mal richtig ausfahren, so blieb man leider deutlich hinter seinen Möglichkeiten.

Der Tag war fast schon vorbei als Resomus die Bühne betraten, vor der Bühne inzwischen auch ein sehr trostloses Bild. Im Verlauf noch maximal 14 Zuschauer, dabei kam die Band extra von weit her. Warum man, wenn ein Slot durch eine Absage frei wird – alles so spät nach hinten verlegen muss, damit niemand mehr da ist bleibt mir ein Rätsel. Zumal auch dies kein neues Phänomen in der Krone ist. Musikalisch wurde Deutschrock gespielt, eine Musikrichtung gegen die ich eigentlich extreme Aversionen hege. Ein Fan dieses Genres werde ich nach dem Auftritt sicherlich auch nicht, wenngleich man sich recht achtbar aus der Affäre zog und nicht den primitivsten Sound hatte. Die Gitarren kamen sogar angenehm tief drückend von unten, Text soweit auch frei von übertriebenen Peinlichkeiten und mit vereinzelten Screams hatte ich sogar meine Freude.

Zusammengefasst. Der Abend war nicht wirklich schlecht, aber weder stimmungstechnisch noch von den Auftritten überragend. Alle Bands waren soweit okay, muss ich aber nicht zwingend noch mal sehen. Verdient hätte vor allem die letzte Band dennoch mehr Zuschauer. Trotzdem war es kein Fehler. Ich hab gemerkt, dass ich mich zwischendrin einfach noch hinsetzen muss und definitiv noch nicht Vollgas geben kann und sollte – aber die Kondition bau ich mir sicherlich wieder auf. Und es war endlich mal wieder Musik, live und laut. Das war eigentlich schon das Ziel des Abends.

Sonntag, 10. Februar 2013

Minimale Änderung der Punkteverteilung:



Ich bin noch nicht ganz zu 100% zufrieden mit der Punkteverteilung unter dem Sublabel Cover. Da ich in letzter Zeit einige Reviews auf Vorrat geschrieben habe, musste ich selber feststellen, dass diese Bewertung noch nicht ganz 100%-ig transparent ist. Klar ist dies eine subjektive Entscheidung, welche auch nie komplett nachvollzogen werden kann. Da ich aber das Vorhandensein von Lyrics und die gesamte Aufmachung an und für sich ebenfalls mitbewerte, tu ich mir selbst und der geneigte Leser sich eventuell schwer damit nachzuvollziehen, warum das gute Cover ohne Lyrics soviel anders bewertet wird als das durchwachsene Cover mit keinen Lyrics oder das miese Cover in der edlen Aufmachung.

Ich hoffe dies in Zukunft klarer und übersichtlicher hinzubekommen. Alte Reviews werde ich dementsprechend anpassen und hoffentlich wird sich dies nicht allzu sehr auf das Ergebnis auswirken. Ich teile den Kritikpunkt Cover wie folgt:

Cover: Hier ist ganz klar das Bild vorne auf der CD, DVD, Kassette oder der LP gemeint. Ich hab CD’s schon aufgrund des Covers gekauft und genauso CD’s deswegen nicht in Erwägung gezogen. Für mich gehört ein gutes Cover zu einer guten CD, die idealerweise die Stimmung perfekt einfängt welche mich musikalisch erwartet. Alle Überraschungen in Ehren, kann dies doch auch zu Fehlkäufen verleiten und hier ist schon mal ganz offensichtlich ob sich Mühe gegeben wurde oder nicht. Hier verteile ich die Note zu 100% subjektiv nach meinem Geschmack. Dieser Bewertungspunkt werte ich doppelt!

Lyrics: Zwar sind die Zeiten bei mir schon lange vorbei, in dem ich jede CD mit Booklet in der Hand beim ersten Hören begleite um Zeile für Zeile mitzulesen. Aber prinzipiell will ich dies bei jeder physisch erworbenen CD können. Idealerweise erfahre ich im Booklet auch noch wer alles in der Band spielt und was es rund um die Produktion zu wissen gibt. Ist dies alles vorhanden, verteile ich verdient die 10 Punkte!

Find ich allerdings keine Lyrics im Beiheft, finde ich dies enttäuschend und schwach und kann nur 0 Punkte geben. Sind wenigstens die Bandmitglieder, Gastsänger etc. pp. erwähnt – gebe ich gnädigerweise noch 3 Bonuspunkte um die Nullnummer wett zu machen.

Sind nur vereinzelt Lyrics wiederzufinden – Instrumentals natürlich ausgenommen, berechne ich dies Proportional. 5 Liedtexte auf 7 gesungene Songs entsprächen so z.B. 71,4% was 7,14 Punkte ergeben würde. Bonuspunkte gibt es in solch einem Fall maximal einen, die zu erreichende Maximalpunktzahl kann bei unvollständigen Lyrics aber nicht 9 Punkte übersteigen. D.h. wenn 10 Liedtexte auf 11 Lieder abgedruckt sind, hätte ich zwar 90,9% - aber egal ob weitere Details abgedruckt sind oder nicht: mehr als 9 Punkte gibt es nicht!

Sind alle Lyrics vorhanden aber keine nun schon mehrfach angesprochenen Infos, gibt es 1 Punkt Abzug. Ich hatte zwar auf zwei, oder sogar drei Punkte tendiert – in meinen Augen ist es aber unfair, wenn unvollständige Lyricsangaben besser bewertet können.

Punkte mäßig wird dieser Aspekt einfach gewertet!

Aufmachung und Ausstattung:
Das wird schon wieder etwas schwieriger, aber hier bewerte ich das Layout, die Bilder, die Schrift etc. pp. im Booklet. Schwer lesbare Lyrics können hier sozusagen Abzüge in der B-Note bekommen. Auch die Qualität des Papiers fließt hier mit ein. Halte ich ein läppisches Blättchen in der Hand oder Hochglanzpapier, Fotokarton etc. pp. Ich schnüffel sogar recht gerne an Booklets, dem Ganzen möchte ich jetzt aber nicht zwingend einen olfaktorischen Stempel aufdrücken.

Erfahrungsgemäß wird der Durchschnitt hierbei bei mir grob zwischen 6 und 8 Punkten liegen, für besonders anspruchsvolle und gute Ideen entsprechend mehr, genauso wie für lieblose Gestaltungen weniger.

Bonuspunkte gibt es für Bonusvideos. Pro Video folglich 1 extra Punkt, für Bonussongs hingegen nicht! Bonussongs werden in der Rubrik Liedqualität gleich wie normale Lieder behandelt. Vor allem wenn viele verschiedene Versionen einer CD zum Kauf angeboten werden und ich mich bewusst für die teurere, Special Edition entscheide – kann ich in meinen Augen auch Bonussongs erwarten. Videos hingegen werden nicht klassisch bewertet sondern nur erwähnt, da ich diese z.B. nicht mit meinem CD Player anschauen oder anhören könnte.

Sollte das Video aber in einer sehr schlechten bildlichen, vertonter oder darstellender Art und Weise vorliegen, werde ich nach Abwägung aber entscheiden den Bonuspunkt zu halbieren oder im Extremfall komplett zu streichen.

Für gesonderte Texte, Beschreibungen, Liner-Notes, Tabs, Sticker oder sonstigem Schnickschnack werde ich ebenfalls je nach Qualität einen halben bis ganzen Bonuspunkt verteilen.

Auch dieser Kritikpunkt zählt einfach!


Fazit:
Jetzt werden alle Punkte addiert und durch 4 geteilt und so entsteht die neue Note für das „Cover“. Indem ich drei Noten statt nur einer vergebe, ist meine Entscheidung so vielleicht besser nachzuvollziehen. In Zukunft, d.h. alte und bereits geschriebene Reviews verbleiben in ihrem jetztigen Zustand, werde ich aber nochmals versuchen vermehrt im Text auf diese einzelnen Punkte einzugehen.

Positiver Nebeneffekt für überragende Alben welche sich allerdings zu fein sind, Lyrics abzudrucken: Sie werden nicht mehr ganz so stark abgestraft.

Ausgehend von der Crème de la Crème hätte es beim „alten“ System für „Cover“ vielleicht gerade so noch 6,5 Punkte gegeben was im Gesamtergebnis eine 9,30 ergibt, erreicht man jetzt unter selbigem Kritikpunkt im Idealfall noch immer 7,5 Punkte was das Gesamtergebnis auf 9,50 Punkte anhebt. Mehr lockern will ich das Ganze allerdings nicht, für mich als Sammler & Liebhaber dann doch zu wichtig!


Eine weitere Ankündigung:



Bislang noch nicht vorgekommen, daher nicht wirklich eine Änderung – wohl wissend das es aber nur eine Frage der Zeit ist eine präventive Anmerkung:

Stille ist ein durchaus eindrucksvolles Stilmittel um den Hörer aus einem Sog zu reißen, dem Stück ein Nachhall zu geben oder etwas in der Leere stehen zu lassen. Ab einer gewissen Länge, interpretiere ich eine Stille aber nicht mehr wirklich als eine kunstvolle Attitüde, sondern als nervige Unterbrechung.

Ich bin so frei und gebe jedem Lied 10 Sekunden zum Nachklingen oder zum mittigen Innehalten. Und 10 Sekunden sind sogar eine recht lange Zeit. Kann gerne jeder daheim ausprobieren, indem er ein x-beliebiges Musikstück anhört und am Ende oder zwischendurch für 10 Sekunden anhält oder unterbricht.

Alles was über diese 10-sekündige Toleranzgrenze hinausgeht, ist für mich ein Fehlen von Tönen. Und fehlende Töne auf einer gekauften Musik-Cd haben für mich irgendwie ein wenig ihre Aufgabe und Ziel verfehlt.

Ich hab durchaus einige Kandidaten in meiner Sammlung, welche eine Minute lang oder länger einfach ihr Schaffen unterbrechen oder dies sogar als „Hidden Track“ rechtfertigen. Ich finde es aber nicht wirklich cool, wenn ich denke dass ein Album vorbei ist oder ein Lied und - vor allem im Shuffel der Fall; sehnsüchtig auf das nächste Lied warte, dieses aber dank solcher Genialität nicht kommen mag.

Musik die nicht da ist, sind für mich ganz klar 0 Punkte! Nach 10 Sekunden werde ich also kleinlich mitzählen und entsprechend proportional betreffendes Lied abstrafen.

Wenn ein 6 minütiger Epos (360 Sekunden) also meint mit einer 70-sekündigen Pause epischer zu sein, werde ich 60 Sekunden davon bestrafen. Angenommen das Lied ist an und für sich gut (8 Punkte), rechne ich wie folgt:

70 – 10 = 60

60 * 0 = 0

300 * 8 = 2400

--> 2400 / 360 = 6,67 Punkte

Ich werde im Text diesen Fauxpas definitiv erwähnen, sollte aber mit dieser Erklärung aber nicht verwundern, sofern mal eine Punktevergabe nicht wie gewohnt im 0,5er Schritt erfolgt.


Und so hoff ich jetzt einfach mal, dass ich nicht mehr allzu viel verändern müsste. Denn eigentlich bin ich ja doch recht zufrieden mit meiner Punktevergabe. Die sieht bislang zwar sehr streng aus – aber ich fang ungern damit an, Höchstpunktzahlen raus zu hauen um dann zu bemerken, dass es ja noch so viel Besseres gibt – ich aber schon längst an der Obergrenze klebe.

Und da ich weiß, dass ich teilweise noch wesentlich besseres unter meinen Schätzen hab, wäre es absolut unverhältnismäßig bislang bewertete Alben mit 8 oder 9 Punkten abzufeiern. Ich hab auch extra eine Umrechnung in Schulnoten in der Punkteverteilung geschrieben, damit klar wird. 6,5 Punkte sind z.B. nicht schlecht, sondern eine gute 3. ;)

Samstag, 9. Februar 2013

FREE DOWNLOAD: Zwei neue >T3rr0rkr4ch< Songs + exklusive Insiderdetails!



Der Tag hätte so schön sein können und man denkt sich nichts schlimmes, als man so im Internet umher treibt und plötzlich auf diese pöse Meldung stößt und möglicherweise sogar dort ganz fies Schiffbruch erleidet.

Die gnadenlos unterschätzte Kultband >T3rr0rkr4ch< mit dem gesunden Maß an Selbsteinschätzung lässt wieder von sich hören. Und wie gleich! Gewohnt stilsicher wird der Mainstream umschifft und diletantische Klänge mit gekonnter Traumdeuterei als Kunst verkauft. Pardon verschenkt…

Bevor ich noch mehr unpassende Seefahrermethaphern versegele hau ich lieber gleich den Mast in die Kajüte. Nach einer nervenaufreibenden Geschlechtsumwandlung vom Mono- in den Stereokanal ist die Trödelfregatte mit 11-monatiger Verspätung in den Hafen eingelaufen.

Das vielversprechende Lied "Früh(zer)stück(elt)" der "Aggressiver Weckertöne" EP.

Insiderinfo: Der Sound hat in der Tat etwas mit Essen zu tun. Neben realistischen Essgeräuschen der zivilisierten Gesellschaft fungiert ein überladener Esswagen, geschoben über einem gekachelten Flur für das nötige Wohlfühlambiente. Wenn das nicht mal ein praktisches Instrument der dekadenten Zukunft ist!

Nachdem die groß angekündigte „Fuck there is a Melody“ EP bislang in Konjunktivien residiert, die geplante EP zum Weltuntergang wohl schon etwas zeitlich verpasst wurde (wobei dies auch ein Grund sein könnte, warum die Welt eben NICHT untergangen ist!) gibt es dennoch kein Grund zur Freude, äh Trauer!

"T3rr0r vs. da wØrl.† " nennt sich die neuste Scheibe, welche ettappenweise verschoben wird. Der Beipackzettel liest sich auf jeden Fall schon extrem Nebenwirkungsfrei.

Es wird global! Das Kriegsbeil wird gegen alles und jeden geschwungen und niemand ist vor einer Vertonung sicher. Den Auftakt bildet ein Streifzug quer durch das Internet und gibt ungefiltert und geballt den kompletten Wahnsinn wieder. Was bisher unverständlich war, kann nun endlich auch gehört werden.

Die Innovationsschmiede war sich auch nicht zu schade, daher dem ersten Titel einen revolutionären Titel zu verpassen. „Intro“, so der ungewöhnliche Name sagt an und für sich auch schon alles aus. Probe hören und Download kann man hier:

Pseudoinsiderinfo da Copy Paste und gar nicht mehr exklusiv: Ein thematischer absolut wirrer und zusammenhangloser Ritt über Youtube. Gesprochen von Menschen, gemixt vom Terror und vollendet im Krach. Take this!

Wie immer gilt: Alles für umme, verhältnismäßig überzogene Spenden immer gern gesehen, für Folgeschäden wird nicht gehaftet & ausreichend Ironie und/oder entrückter Humor wird vorausgesetzt.

Pervers viel Spaß damit oder was auch immer man damit anfängt. Downloadlinks via last.fm eigentlich zu 100% Viren, Spam und sonst was frei und alles rechtlich legal und sauber. Feedback fände ich irgendwie lustig, ansonsten könnt ihr es bei Nichtgefallen auch gerne wieder in den Papierkorb werfen und euch schon mal ein Versteck suchen. MTV ich komme…

Montag, 4. Februar 2013

My Dying Bride – Meisterwerk I (2001)



Frontcover
Kommen wir nun zu unserem ersten Best-off. Vorliegende Silberscheibe ist nämlich die zweite Auflage einer Zusammenstellung alter Songs der britischen Großmeister des Dooms und eine der Einstiegsdrogen für mich persönlich in dieses Genre. Trotzdem war für mich der damalige Kauf enttäuschend, zu dem mich der letzte Track „Roads“ motivierte. Denn zu Hören gibt es mehr anders klingende, „alte Kost“, welche bei genauerem Hinsehen doch nicht so schlecht ist.

Los geht’s mit „Sear Me MCMXCIII“ – vereinzelte und allein stehende, hart angeschlagene Klaviertöne bilden das kurze Intro, bittersüße Streichermelodie setzt ein und ein paar Worte werden vorgelesen. Während Klavier und Streicher ihre Dynamik tauschen, setzt wehmütiger Gesang ein. Das ist simpel – auch in der Melodieführung, aber doch sehr harmonisch und eingehend und stark in der Wirkung. Gegen Ende wird wieder mehr „gelesen“, wenngleich eine Steigerung in der Dramatik zu hören ist, der Song endet rückwärts wie er angefangen hat. Starker Auftakt welcher gut gefällt und sehr schön die Stimmung der Band repräsentiert. 8 Punkte

Es folgt „Follower“, welcher wesentlich flotter aber mit schweren Gitar6,5 Punkte
ren startet. Die Vocals hören sich in meinen Ohren etwas gepresst an, wie durch einen Lautsprecher gesungen, auf jeden Fall leicht verzerrt und surreal. Der Song weist ein paar Tempowechsel auf, bevor er in der Mitte plötzlich sehr ruhig wird und den Anschein eines Endes suggeriert, bis die Gitarren wieder einsetzen und an das erste Stimmungsbild anknüpfen. Das klingt jetzt progressiver und unrunder als es ist, das Resultat ist dennoch stimmig. Von mir gibt es trotzdem „nur“

Das In-Lay ist mit den Tourpostern und Bildern
recht cool gestaltet...

Erschienen bei: Peaceville Records
EAN-Nr.: 801056108524
Katalog-Nr.: CDVILE 85 / 610852
Vast Choirs“ grummelt anfangs unheilschwanger vor sich hin, bevor das Intermezzo beginnt. Vom Tempo und Gefühl brettert hier flotter und reinster Death Metal los, wird aber recht schnell wieder vom eingangs erwähnten Gegrummel abgefangen. Wahrscheinlich mit Keyboard oder Synthesizer erzeugt, muss ich aber geistig an irgendeine Höllenorgel denken. Passend dazu auch die entfernt wirkenden und hallenden Growls. Diese zwei Szenarien wechseln sich ein paar Mal ab, unterstützt von kurzfristigen Gitarrensoli und hinterlassen irgendwie ein böses, ungutes Gefühl. Ist gut gemacht, entspricht allerdings nicht soo sehr meinem Geschmack. 6 Punkte

Mit „She Is the Dark“ fängt das ganze wieder langsamer an. Ein paar wenige langgezogene Töne unterstützen wunderbar die wieder sehr klagenden oder leidenden Clean Vocals. Zwischendurch wird natürlich das Gaspedal betätigt und etwas gegrowlt. Nach gut zwei Minuten baut sich der Song sehr schön auf indem er vorwärts preschend wirkt ohne allerdings zu überpacen. Dafür sorgen die sehr schönen und vergänglich wirkenden Melodien, welche verkehrsberuhigend das ganze immer wieder flankieren. Zudem wie immer ein gekonntes Wechselspiel des Tempos, welches nicht übermäßig überraschend, aber auch nicht unbedingt vorhersehbar ist. Ich will das Ganze nicht unabsichtlich zu sehr in die Progressive Schiene schieben, aber es ist abwechselnd und nicht langweilig. 7,5 Punkte

Im Vergleich nur einen kleinen Zwischenspurt liefert „Catching Feathers“, welcher allerdings auch im vollen 5,5 Punkte
Tempo genommen wird. Sehr roher Sound und Vocals mit ein paar brauchbaren Steigerungen, fertig ist das sehr untergründig rumpelnde Death Metal Stück. Haut mich aber nicht von den Socken.


... was man vom Booklet nicht unbedingt behaupten
kann. Ich find das doch etwas arg lieb- und
einfallslos.
Das „Two Winters Only“ wieder langsam anfängt dürfte jetzt niemanden mehr überraschen. Die Gitarren nur vorsichtig gezupft und spät einsetzendes Schlagzeug, dazu wieder die einprägsamen und markanten Clean Vocals bieten einen starken Kontrast zum voran gegangenem Lied. Die ultraleichte Steigerung zum gelungenen Stimmungswechsel kurz vor Minute 4 ist sehr dezent und geschickt eingewoben, eben jener Wechsel ein absoluter Ohrenfang. Einen ähnlichen bekommen wir kurz vor Minute 7 nochmals zu hören, dazwischen wirklich überzeugend gesungene Verzweiflung. Am imponierensten find ich allerdings die Stelle, in der die Musik kurz für eine Sekunde aussetzt und mit Trauer wieder anfängt. Nicht nur symbolisch, sondern auch musikalisch gelungen. 8 Punkte

Der längste Song der Zusammenstellung hört auf den Namen „Your River“ und fängt interessant mit sehr leichten, moll-lastigen Gitarrenpicking an, bevor es die schwere Breitseite gibt. Streicher dürften ebenfalls wieder mit von der Partie sein und wenn der Song von etwas lebt, dann definitiv der Dynamik und der gelebten Schwere und Langsamkeit. Die Stimme klingt kräftiger als bei den Liedern zuvor, was sie aber keinen Deut fröhlicher macht. Gerade wenn die Zwischenparts etwas schneller werden und sich die Stimmung scheinbar aufhellt und dem Lied Luft lässt, wird im Kontrast obig angesprochenes noch verdeutlicht. Gegen Ende gibt es vermehrt Growls und das Ganze löst sich, der Track ist mir dann aber doch fast zu abrupt vorbei. 8,5 Punkte

Some Velvet Morning“ startet episch, klingt wie ein ganzes Orchester, majestätisch und umfassend – bekommt dann aber doch einen sehr deutlichen Gothiceinschlag. Das ist grundsätzlich nicht negativ, zumal es gut umgesetzt ist und seine Tiefe größtenteils behält,  hätte aber auch mehr sein können. So bleibt ein guter Ohrwurm, welcher sich angenehmerweise nicht flach oder anbiedernd präsentiert. 7 Punkte

Backcover und Tracklist
Und jetzt „Roads“. Ein Coversong, ursprünglich von Portishead welcher klanglich absolut überhaupt nicht auf eine Linie mit den restlichen Songs auf der Scheibe passt, aber auch unabhängig davon hervorsticht. Dieser Song ist die pure Melancholie. Sehr ruhig gehalten mit einem monotonem, durchgehendem Schlagzeug, herzzerreißenden Melodien welche angenehm aber wirkungsvoll wie Wellen auf und ab wogen und einer gesanglichen Glanzleistung. Die in meinen Augen passende Visualisierung mit einem Kurzfilm von Tim Burton habe ich mir auf Youtube damals unzählige male angeschaut und wenn bei diesem Lied nicht irgendetwas im Hörer bewegt wird, dann weiß ich mir auch nicht zu helfen. Hochverdiente 9,5 Punkte!


Damit wären die Audiodateien abgearbeitet, als Bonus befindet sich noch ein Video von „For You“ auf der Cd. Qualitativ natürlich dem Alter entsprechend nicht optimal in der bildlichen Darstellung, ob es aber nicht doch hätte besser aussehen können als die 240p Einstellung auf Youtube ist eine Frage die durchaus ihre Berechtigung hat. Das Video find ich insofern verstörend, dass ich nicht wirklich einen Zusammenhang zum romantisch, fast schon kitschigen Text aufbauen kann, musikalisch auf jeden Fall recht interessant und gelungen, fließt aber nicht mit in die Wertung ein, dafür aber als halber Bonuspunkt zur Aufmachung.

Fazit:
Und diesen Punkt hat diese durchaus nötig. Zwar ist das Digipack recht schick und sämtliche Lyrics sind enthalten, aber allein von der Gestaltung finde ich weder Cover noch Booklet auch nur irgendwie ansprechend. Die Idee alte Plakate und Poster auf die Innenseite abzudrucken ist zwar recht cool, aber den Rest find ich rein optisch enttäuschend. So auch die gezeigte Videoqualität, welche wirklich auf einen sehr niedrigen Standart ist.



Musikalisch gibt sich das „Album“ hingegen keine Blöße. Abwechslungsreich und mit einer insgesamt sehr guten Songauswahl. Definitiv spannend anzuhören, nur so etwas wie eine klare Linie findet man verständlicherweise leider nicht. Aber generell finde ich die CD im Gegensatz zu früher um einiges besser. Ersteindrücke können auch negativ täuschen.


Gesamtergebnis: 7,03* 6,95

Gesamtspielzeit: 61:31
Durchschnittsdauer: 6:50

Liedqualität: 7,39 (3x)
( 8 + 6,5 + 6 + 7,5 + 5,5 + 8 + 8,5 + 7 + 9,5) / 9 = 7,39
Cover: 5,5* 5,07 (1x)
Cover: 4
Lyrics: 7/9 = 7,77 - 1 = 6,77
Aufmachung: 4
+ Digipack 1
+ Video 1
- Qualität 0,5 = 5,5 
Abwechslung: 7,5 (1x)

*Änderung aufgrund der neuen Bewertungsrichtlinien!