Montag, 2. Dezember 2013

Slaughterfest Tour 2013 – 15ter Oktober 2013 @ Steinbruch Theater Mühltal



Ich kann zugeben unmöglich pünktlich zum offiziellem Beginn da gewesen zu sein, der Bus hielt erst vier Minuten nach Start, zuzüglich von einem Laufweg von zwei, drei Minuten war ich also mehr als nur großzügig gerundet fast, zehn Minuten zu spät was ich jetzt nicht als sonderlich tragisch erachtete. Wäre es aber gewesen, wäre ich primär für Tantara gekommen – jenen Norwegern welche für die abgesagten Exhumer einsprangen und zuletzt im im Mai im Bruch gastierten. Denn mehr als anderthalb Songs waren nicht mehr drin, was wirklich ultra kurz ist. Maximal 20 Minuten Bühnen Zeit, sofern man den propagierten Zeiten glauben kann. Das ist etwas arg kurz und finde ich auch irgendwie schwach, sind immerhin nicht irgendwelche Localheroes mit einem Anreiseweg von drei Schritten. Musikalisch kann ich daher nicht sonderlich viel dazu sagen, wobei ich trotzdem fast die Hälfte gesehen haben durfte – aber es war eben krass wenig. Daher halte man sich einfach an das obig verlinkte Review. Das könnte den Kern so ungefähr auch wieder treffen…

Nicht wirklich viel länger war dann der Auftritt von M-Pire of Evil. Das war durchaus schade, denn das von ehemaligen Venom Musikern durchwachsene Ensemble bot eine ausdrucksstarke, knorrig kratzige Show im Stile vergangener Zeiten. Von Heavy Metal ganz grob ähnlich wie z.B. Motörhead – im Sinne von dreckig, ungeschliffen bis hin zu rockigen, thrashigen, schnellen in den Speed Metal gehenden oder leicht schwarz angehauchten Passagen war eigentlich alles dabei. Die Band präsentierte sich sympathisch, musste aber wie eingangs erwähnt auch schnell wieder der nächsten Band weichen.

Die hieß Master und zockte schlichten Old-School Death Metal ohne viel Geschnörkel, dafür mit ordentlichen Gitarrensolos. Der Sound war nicht glatt poliert oder übertrieben druckvoll, kam trotzdem aber ordentlich aus den Boxen. Ich lief persönlich nicht sofort warm, dafür dann aber im Verlauf umso ärger. Die Musik war nicht sonderlich innovativ oder außergewöhnlich, aber doch recht gefällig. Eingerahmt vom netten Auftreten erspielte sich die Band viel Zuspruch und wurde hie und als heimlicher Headliner gefeiert, was sie meiner Ansicht nach auch waren. Definitiv bester Auftritt des Abends.

Da konnte Onslaught noch so stilecht mit Sirenen das Intro einläuten, drauf setzen konnten sie nach meinem Geschmack nichts mehr und der Fluss war irgendwie dahin. Kann daran liegen, dass es jetzt wieder thrashiger zur Sache ging oder aber ich die Band nicht so toll fand – ich fand nunmehr schwer den Zugang und war auch vom Energielevel her an einem Sättigungspunkt angelangt. Soweit so nett, aber hinter dem Ofen lockt mich das nicht raus.

Mir persönlich sagten an dem Abend Master und M-Pire of Evil am meisten zu, Tantara wäre sicherlich auch nicht verkehrt gewesen – aber die Spielzeiten waren heuer etwas merkwürdig kurz. Doch der Abend war ganz nett, kein Überbringer aber okay.

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