Freitag, 21. September 2012

iTrend: Math Metal mal beim Wort genommen



Ob es ein Trend ist, sei mal dahin gestellt – aber die Anzahl an Mathcore oder Mathmetal Bands hat die letzten Jahre durchaus zugenommen. In der Regel sind damit hochkomplexe Metalcore oder Death Metal Attacken gemeint, welche oft technisch sehr versiert, progressiv vor sich hinfrickeln. Das hört sich nicht immer gut an, hat aber aufgrund der komplexen Strukturen und Polyrhythmiken eben den sich selbst verpassten mathematischen Ruf. Das kann als faule Ausrede für fehlende Fähigkeiten bezüglich des Songwritings angesehen werden, genauso gut aber auch stimmen. Ist im Einzelfall für jeden selbst subjektiv zu prüfen.

In meinen endlosen Streifzügen durch das weite, weite Netz – bin ich jetzt allerdings auf ein interessantes Projekt gestoßen. Wer ab und zu nach Trance oder Dub Metal sucht, wird um den Namen boyinabandcom zumindest in Youtube nicht drum herum kommen.

Von dort war es nur noch ein Katzensprung bis zu seiner Ankündigung des Math Metal Songs, welchen er zusammen mit Professor Phil Moriarty kreierte. Im Making-off wird erklärt wie sie Riffolge, Breaks und Co berechneten.

Das Ergebnis klingt erstaunlich melodisch, ganz im Gegensatz zu meinen Erwartungen. Nur ganz so konfus und unberechenbar wie Pie klingt es für mich auch wieder nicht. Entweder die Mathematik hat also doch eine Art Harmonie, oder der Ausgangspunkt aller Berechnung hatte den Standfuß schon auf Harmonie.

Das Lied ist in meinen Augen jetzt kein sonderlich guter Hit, aber ein interessanter Versuch. Zumindest aber mal ein Zeitvertreib.

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