Samstag, 31. Dezember 2011

/Import: Rock am Härtsfeldsee 2011 - 24/25ter Juni @ Härtsfeldsee Dischingen

Oder auch:

Rock im Bauwagen: Das Festival der Vollidioten oder Perlen vor die Säue




Ein mehr als zweifelhafter Ruf eilte dem ganzen schon vorraus doch hatte das Festival einen ganz, ganz fiesen Ass im Ärmel. Iced Earth - die Band mit der alles anfing, sich tapfer die ganze Zeit ungefährdet an der Spitzenposition hält und ich schon seit Jahren live sehen wollte. Zudem noch einer der letzten Auftritte von Barlow und das nicht mal eine Autostunde entfernt? - die Karte war sofort gekauft!


Da ich ein Mensch ohne Vorbehalte bin - tuckerte ich also gemütlich am Freitag drauf los. Rock am Härtsfeldsee in Dischingen - in selbiger Ortschaft war aber absolut gar nichts ausgeschildert, was schon ein erstes unproffesionelle Indiz war. Zum Glück hatte ich vorher noch bei google grob nachgeschaut wo ich hin muss, sodass dies kein Problem darstellte.

An der Schlange wurden mir erst mal 8€ abkassiert, 2€ für Müllpfand - 6€ für's Campen. Auf meine Erläuterung, dass ich gar nicht Campe sondern eine Nacht im Auto penn und daher auch nicht den Müllsack bräuchte wurde nicht eingegangen. Das Geld einfach mal gezahlt. Danach folgte eine seltsam navigierte Irrfahrt durch den halben Campingplatz der natürlich schon mit betrunkenen Menschen gefüllt war und folglich auch sehr zäh vorran ging. Am Ende wurde ich an das Ende eines Feldweges geschickt, so dass zumindestens die immense Entfernung zum Konzertgelände den Eindruck erwecken konnte, dass ich mich auf einem wesentlich größeren Festival befinde.

Bislang hatte ich noch absolut kein Festivalbändchen erhalten was mich schon sehr verwunderte. Dafür musste man sich neben dem Einlass bei einem kleinem Zelt anstellen. Wartezeit. Gute 20 Minuten. Klingt nach wenig, war aber aufgrund der überschaubaren Menge doch viel zu lange! Dort wurde mir auf Nachfrage klar gemacht, dass ich die 8€ eben wirklich umsonst ausgegeben hab. Na wunderbar! Und selbst mit Bändchen musste ich noch am Eingang anstehen, weil jetzt erst alle kontrolliert wurden. Die erste Band "Bleeding Red" hatte ich damit schon verpasst.


 (Ein rotes Bändchen, bitte nicht schon wieder ein rotes Bändchen. Zum Glück war es dann aber schwarz. Inverted Heart für meine Freundin die mir leider nicht Gesellschaft leisten konnte ♥)



 Es folgten meine Headliner des Tages Dark Tranquillity welche vor einer erstaunlich leeren Bühne spielten. Es war ganz locker möglich durch die Reihen zu laufen und bühnennah mit wunderbarer Sicht und massig Bewegungs- und Bangfreiheit zu stehen. Das war zum einen toll für mich, zumal ich weder zu den Hünen zähle noch ein egoistischer Banger bin, der seinem Nachbarn einfach so seine Haare ins Gesicht klatscht. Trotzdem war es schon das erste große Fragezeichen. Natürlich füllte sich der Platz noch einigermaßen, aber Dark Tranquillity können schon von sich behaupten, bekannt, erfolgreich und gut zu sein und einen verdienten Headlinerslot zu besitzen. Den hatten sie nicht, was kein Beinbruch ist - der geringe Zuschauerandrang sprach allerdings schon für sich. Die Leistung auf der Bühne war gut - wie schon auf dem Summerbreeze '10 hatte der Frontmann sichtbar gute Laune und wirkte ehrlich und sympatisch. Lediglich der cleane Gesang war nicht ideal hörbar. Ansonsten spulte die Band ein klasse Programm mit Toptiteln und hoher Qualität ab.



Auf Doro hatte ich nicht wirklich Lust. Sie mag sympatisch und nett sein - aber ihre Art und Weise scheint mir oft übertrieben aufgesetzt und fröhlich. Da ich in der CD Kaufwut (an die 200 CD's) vor wenigen Monaten komplette Sammlungen aufgekauft hatte, war zufälligerweise darunter sogar eine Doro CD welche mir sogar einigermaßen zusagte. Das Album mag kontrovers sein und nicht den üblichen Musikstil Doros repräsentieren - aber ich fand es als chillige Ausreißer und Abhängmusik recht passabel. An jenem Abend ging mir Doro aber gehörig auf die Nerven. Mag daran liegen, dass ich eh schon ordentlich gereizt war, aber ich zog es vor zum Auto zu pendeln. Zwischendrin konnte ich aus der Ferne ein Drumsolo vernehmen und später hab ich nochmal vorbei geschaut. Klang zwar schon besser - aber wirklich überzeugen konnte mich das nicht!




Ich hing noch ein wenig bei den Merchständen ab, kippte dann irgendwann angepisst sogar mein Bier weg und ging ins Auto. Denn das was sich um mich herum tummelte war das allerletzte.

Ohne mich an den Haaren festhängen zu wollen. Langhaarige gab es kaum mehr zu sehen. Auch ältere Metalheads in Kutten verschwanden mehr und mehr von der Bühne und überließen das Feld den kurzhaarigen Dorfdeppen und Glatzen.
Das Verhalten ging weit über übliches Gegröhle hinnaus. Bezeichnend war allein die Schlange beim Getränkeausschank. Mehrere rücksichtslose Asis drängelten und schupsten ununterbrochen. Ich konnte 2x innerhalb von 5 Minuten sehen wie Leuten die Bierbecher regelrecht umgeschüttet wurden als sie sich umdrehten und sich auch nur einen Hauch von Platz erbot.

Auch von Respekt kann nicht die Rede sein. Friedlich unter einem Baum schlafendem Menschen wurde nicht mal einen halben Meter neben das Gesicht gepisst, Frauen wurden endlos unverschämt behandelt und angesprochen.
Auf jedem Dorffest gibt es Vollidioten und mir schien echt, als wäre dies eine Versammlung sämtlicher Vollidioten sämtlicher Dörfer! Kann gut sein, dass dies nicht überall so war, aber um mich rum gab es mehr als genug Gruppen welche bei längerer Beobachtung zwangsläufig zum kollektiven Massenkotzen führten.
Der Gipfel ist und war, dass man auf einem Festival wegen seinen langen Haaren regelrecht angepöpelt wird!

Sorry, das geht absolut gar nicht!!!

Das Frei.Wild die allerletzten Phrasendrescher und Bauernfänger sind war mir nichts neues - aber dieses Ausmaß an Idiotie konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!
Das angelockte Puplikum ist genau dieses, welches man am liebsten nur aus der Ferne sieht und nur so vor bedenklichen Klischees strotzt. Gehisste Kategorie C Flaggen und Gedudel mit so tollen Lyrics wie "wir wissen wer nicht arisch ist und sich nicht zu benehmen weiß" (sinngemäß - keine Ahnung wie der genaue Wortlaut war) sprechen eine mehr als nur deutliche Sprache.

Hurra ich bin auf einem Bauwagenfestival mit Hobbynazis und vollgesoffenen und asozialen Gesindel... - klingt hart, aber dieser Eindruck bot sich mir mehrmals!

Verständlicherweise hatte ich absolut keine Lust mehr auf diesen Tag - während Frei.Wild frenetisch stupide begröhlt wurde... "Das Festival ist ausverkauft" *gröhlender Jubel* - "Das Land der Vollidioten" und ich dachte mir nur. Oh ja... wie wahr, wie wahr...

In bester Misanthropic Black Metal Manier saß ich also allein in meinem Auto, hörte mir die erbeuteten CD's an oder versuchte später vergeblich zu schlafen. Auf Onkel Tom hatte ich auch keine Lust mehr...



Resumee:
Dark Tranquillity -> Top
...
Organisation -> Schwach
Publikum -> zum davonlaufen
Bands -> ebenfalls

=> Freitag totaler Flop!!





Aber zum Glück gab es ja noch einen Samstag. Da die Sonne mich schon um 5 Uhr nervte und das Auto auch nicht wirklich eine Hochburg des Komforts ist (Smart ftw! xDD) war ich schon um 8 Uhr auf den Beinen und versuchte wie schon am vorherigen Tag meine 8€ wieder zu bekommen. Dies gelang mir auch irgendwann unter mehr oder weniger komplizierten Umständen. Ganze 8€ bekam ich nicht mehr, aber immerhin gönnerhafte 7€... yeah...

Und was macht man so - wenn man nichts zu tun hat und auf das Festivalgelände keine Lust hat. Spazieren gehen. Beim ersten mal wanderte ich nach Dischingen (einfach ~3km!) um mir ein Frühstück zu besorgen. 3 Brezeln mussten reichen, waren billiger, besser und bestimmt auch qualitativ hochwertiger als der übliche Festivalfraß.

Wobei positiv angemerkt werden muss: Die Pizzen waren größer und besser als ich es z.B. schon auf dem Summerbreeze und Ragnarök erlebt habe; wurden frisch im Holzofen gebacken. Auch der Cheeseburger hatte eine ordentliche Größe, war frisch zubereitet und dem Fastfoodfraß bekannter Ketten überlegen.
Wenn ich was loben kann, dann diese zwei Stände. Auch die Preise für Bier, Wasser etc. pp. waren erfreulich günstig.
(man erinnere sich an die unverschämten 2,50€ pro schlecht eingeschenkten 0,4l Wasser auf dem Summerbreeze '10 mit dem Vermerk, dass es anderswo auch noch teurer sei... )

Wie ich feststellte war im beschaulichen Dischingen alles dicht. Auch eine spätere Wanderung entlang des Flusses mit lustigen Umwegen über den Flusslauf über wacklige Steinen nach Dischingen war ernüchternd. 4 Wirtschaften - 4x geschlossen. Samstag war definitiv ein Läufertag. Allein 12km nur um mit nichts bzw. 3 Brezeln zurück zu kommen... T_T

Aber irgendwie gelang es mir die im Überfluss vorhandene Zeit zu vertrödeln bis es um 18 Uhr mit den ersten Bands wieder los ging.
Erfreulicherweise hatten schon etliche Idioten von gestern ihre Heimreise angetreten was durchaus einiges über die musikalische und geistige Engstirnigkeit bzw. Deplatzierung auf solch einem Festival aussagt.
Allmählich pilgerten auch mehr Metalheads auf das Gelände, welche sich in weiser Vorraussicht nur ein Tagesticket gesichert hatten. Die Stimmung wurde gleich schlagartig besser!


Alsion eröffneten das Spektakel, boten einen recht passablen Eindruck und freuten sich über jeden Zuschauer der dabei war. Sonderlich lange spielten sie allerdings nicht - von Anfang an hatte ich sie nicht gesehen und eine unglaubliche Spielzeit von 25 Minuten verkürzen von ganz alleine einen ausführlichen Bericht... *g*


Auf The Sorrow hatte ich mich durchaus gefreut - Musik mit Endung auf *core gefällt mir in der Regel nicht; neben Heaven Shall Burn und But We Try it ist The Sorrow aber eine Band welche eine Ausnahme darstellt.
Ich weiß nicht, ob der Sound nicht perfekt war oder was los war - auf jeden Fall fand ich nicht, dass die Energie der Songs welche ich kannte auch so rüberkamen wie ich es erwartet hätte. Die Band bemühte sich augenscheinlich, aber bis auf ein paar kurze, lichte und hoffnungsvolle Momente war der Auftrittt nicht sehr hervorstechend.

Was allerdings ohne Zweifel hervorstach waren wieder einmal rücksichtslose Mosher welche ahnungslose, ältere Fans böse überraschten. Latent negativ anmerken ließe sich die Bodenbeschaffenheit. Zwar war der Boden nicht mit so irre großen Gesteinsbrocken wie auf dem Breeze '09 übersät, aber unschmerzhaft sah ein Fall, v.a. mit freiem Oberkörper nicht aus...
Besonders auffallend war ein leicht übergewichtiger Vollidiot mit kurzem Haar und komischem Stirnband (fänd's ja lustig, wenn er dies hier lesen würde *g*) welcher sich zu der gehirnamputierten Spezies der Violentdancer zählte... Mühlenräder wären ja noch harmlos - gezielte Tritte und Schläge von oben herab zählten ebenso zu seinem Reportoire und in mir wuchs schon wieder so ein Hassgeschwür...

Abstand halten - dabei bot sich allerdings an noch mal kurz die Toilette pardon Dixie aufzusuchen, was zu essen und zum Trinken zu kaufen - um kurz vor Ende des Auftritts von The Sorrow sich durch die locker gefüllten Reihen einen guten Startplatz für die nächste Band zu sichern.



Die nächste Band hieß The Damned Things und waren natürlich nicht das Ziel sondern lediglich eine Zwischenettappe. Das Ziel war die nachfolgende Band - konnte mir aber so einen sehr guten Platz in der 2ten Reihe in der Mitte sichern... # strike!

Um es auf den Punkt zu bringen... die Band war scheiße und hatten einen undankbaren Auftritt! Dabei wäre es vollkommen egal gewesen wie gut sie objektiv gesehen ist. Ihr ging es nicht besser als Cantus Buranus vor Katatonia. Einfach nur die viel zu lange spielende Band vor der Band welche man unbedingt sehen will... - lustiger oder eher tragischerweise dachte nicht nur ich so, sondern 3 Reihen Zuschauer. Natürlich kamen stets mehr Zuschauer, doch waren es dann halt nicht mehr nur 3 Reihen welche eigentlich nur die nächste Band sehen wollte, sondern eben 5 oder 7 oder 10.

Aber auch sonst war das undefinierbare Rock/Hardcore Gedudel oder was immer es auch war völlig belanglos. Der Band fiel dies natürlich auf bittere Art und Weise auf. Es wurde kaum geklatscht, selten machte jemand bei den angesporten Aktionen mit. Das mag zwar nicht ganz fein sein, aber nicht nur die Qualität des eigenen Auftritts und die Qualität des zu erwartenden, nachfolgenden Auftritts - auch das spöttische Kommentieren ob der Situation verschäfte das ganze nur. Das undeutliche, englische Gebrummel von "Danke wie toll hier spielen zu dürfen und danke für den tollen Auftritt, so gut war das selten bla bla" war nicht nur äußerst sarkastisch und nervig - es war generell ein ordentlicher Schuss ins eigene Bein...

Aber halten wir uns nicht länger mit dem Geplänkel auf...



Während des Soundchecks tauchte plötzlich Jon Schaffer auf - es wäre ein leichtes gewesen, ein Autogramm zu bekommen oder wenigstens die Hände zu schütteln. Die Verlockung war da, aber ich hatte weder meine riesige "Slave to the Darkness" Box noch sonst was dabei (Autogrammstunden waren ja leider nicht geplant gewesen) - noch wollte ich meinen wirklich sehr guten Platz aufgeben.

Und nach gefühlten hundertausend Jahren und einem Intro vom Band... o.O - waren sie da....



Huldigungstrigger!!! xDD



Iced Earth!!!
Der Grund um auf das Festival zu kommen, der Grund bzw. die Ursache warum ich Anfing Metal zu hören, die seit immer ungeschlagene Nr. 1 in meinen Charts, die Band mit den meisten einzel CD's, Shirts - nahezu unverzeihliche Loyalität (über Owens kann man hinweg sehen *g*) - kurz und prägnant: Meine absolute Lieblingsband, meine Helden... hach... =)

Nach über 6 Jahren endlich mal zu bezahlbaren Preisen und in einer realistischen Entfernung, ein Traum wurde war...

Und sie rockten die Halle von oben bis unten. Barlow auf dem Zenit seines Könnens, unglaublich wie der live abgeht - unglaubliche Stimmung, perfekte Screams bis in den höchsten Tönen. Schaffer der absolute Rythmusgitarrengott, Schlagzeug präzise und kräftig. Wenige Ansagen, die Zeit war viel zu knapp bemessen (60 Minuten sind eine Frechheit wenn man bedenkt, dass Proleten wie Freiwild 90 Minuten bekommen) - klasse Trackauswahl... von "Declaration Day" über "Burnt Offering" hin zu "Jack" - dem berührendem "I Died for You", die komplette Wicked Trilogie!!! und einigen mehr...


Der Sound war spitze, die Stimmung genial, die Band überzeugend wie sie nur in den kühnsten Träumen sein konnte und nichts konnte diese Maschine aufhalten die eindeutig bewies, dass Heavy Metal/Power Metal mit leichten Thrash Anteilen ordentlich Eier und Feuer hat! Selbst eine kurzfristig ausgestöpselte Gitarre ließ sie nicht innehalten. Proffessionell und dennoch voller Einsatz und Leidenschaft, gerührt ob der Begeisterung...

Klatschen, Fäuste recken, Pommesgabel strecken und Singen bis die Luft wegbleibt, schwelgen, freuen, träumen, genießen und nie mehr vergessen... es war genial! Danke für diesen tollen Auftritt der die ganze Scheiße vom Vortag sowas von wett machte...

Ich hoff irgendwann noch ein gutes Bild zu finden auf dem ich auch zu sehen bin... dass ich zig mal fotographiert worden bin weiß ich - die Person vor mir war zu meiner Freude kleiner als ich... ;) 



Ich überlegte mir kurzfristig, ob ich gleich gehen sollte... das Optimum war eigentlich erreicht... aber ich schnappte erst mal Luft, puschte mich mit Energietrinks auf, kaufte sofort die "Wicked Festivals" DVD und war total zufrieden...


Ich hatte sie beiläufig beim Anstehen für die Autogrammstunde von Katatonia schon gesehen, aber ich wagte auch diesmal einen Blick auf Kreator.
Thrash Metal ist nicht so ganz meine Richtung, aber die Band war in der Tat ein absoluter Killer und legten die ganze Halle in Schutt und Asche.
Einzig Mille ging mir irgendwann gehörig auf die Nerven, weil er nach jedem Lied einen noch größeren Moshpit forderte. Das ist vielleicht 2,3 mal... meinetwegen noch 5 oder 6 mal witzig und cool... aber irgendwann nervt es latent und erinnert mich an so lustige Kinderbücher wie die Raupe Nimmersatt. xD

Nichtsdesto trotz wurde die Band verdient bejubelt und gefeiert und Mille betonte wie toll das ganze war und dass das Publikum das Publikum auf dem Sonisphere Festival tags zuvor "sowas von gekillt" hätte... ;)




Irgendwann wolle ich noch heim... eine Band stand noch auf dem Programm... soll ich? soll ich nicht? - zum Glück hatte ich mir noch einen Gratis Sampler bei Nuclear Blast abgestaubt auf dem Sabbaton ein Lied drauf hatten, was mich bewog zu bleiben. Es schien interressant zu werden...

Aber erst mal der Soundcheck... und dieser zog sich wirklich extreeeeem lang.
Zwischendrin hatten In Extremo einen Liveauftritt mit ihrem Lied "Vollmond" und spätestens Manowar hatten mit "Warriors of the World" die Halle fest im Griff und ärgerten die Soundcheckleute wohl ein wenig. Diese drehten ihre Instrumente lauter auf und versuchten den tausendfachen Stimmenchor niederzu walzen. Es war auf jeden Fall sehr erheiternd...




Und dann kam endlich Sabaton .... oder auch nicht. Dass man sein Intro mit einer anderen Band einleiten lässt war verwunderlich, wenngleich Europe mit "The Final Countdown" thematisch auf jeden Fall genau getroffen war...
Dann kam doch noch ein anderes Intro und es ging los...

Und Sabaton wussten musikalisch ebenso absolut zu überzeugen und das inzwischen zum Platzen gefüllte Zelt unterstrich ihren Headlineranspruch. Zwischendrin wollte der gute Mann auch etwas sagen, was ihm allerdings nicht ganz gelang. Penetrante "Bier, Bier, Bier" schreien forderten ihn auf etwas zu trinken. Keine Ahnung ob das ein altes Ritual ist oder welch Insider sich dahinter verbirgt, lustig war es auf jeden Fall...

*Sänger trinkt Bier*
Publikum: Ex, Ex, Ex
Sänger: What you mean with Ex? You mean i should empty this?
*Publikum jubelt*
Sänger: Germany du bist doch bescheuert... *trinkt die Flasch leer*

Das ganze Spiel wiederholte sich noch mehrmals und hatte Aussagen wie "Do you have fun to watch me drinking beer?" zu Folge...

Ein gelungener Abschluss der mich länger hielt als ich es vorhatte. Nach gut der Hälfte der Zeit machte ich mich dann aber von dannen und fuhr heim...




Was sich sagen lässt?


Freitag war zweifelslos ein absoluter Reinfall, der Samstag das genaue Gegenteil -> Ich hätte mir auch ein Tagesticket kaufen sollen und das ganze wäre viel, viel besser gewesen...



Die Lage ist nett, der Preis okay und es hat etliche gute Ansätze, trotzdem ist das Festival teilweise echt unproffessionel... um 16 Uhr noch Leute ohne Kontrolle reinzulassen lässt auf viel Ehrlichkeit hoffen, auch sonst gab es teilweise sehr desinformierte Aussagen... - sich fragwürdige Zuschauer zu holen indem man einschlägige Bands wiederholt einlädt und ihnen einen Headlinerslot schenkt um die Karten möglichst ganz loszuwerden ist eine nicht unerlaubte kommerzielle Absicht, das Resultat aber erbärmlich.

Der Samstag war soweit gut, aber allein und ohne Hammerline-up sieht mich dieses Festival NICHT mehr... sorry...





Grußliste: (ohne Samstag würde hier jetzt ein fickt euch, sterbt ausnahmslos alle stehen^^)

Den urinierenden Jone :p (Cat -> Donauturm; we know =D ), den kontaktfreudigen Straßen"händler" (ich hoffe die Nagelschere war gut genug xDD) und seine mir ebenfalls vorgestellte Schar angelockter Menschen, greets nach Ulm ;) - all jene welche von mir den trven metalgigs.de Flyer erhalten hatten (Mögliche Empfänger wurden durch den Verhaltensscan ausselektiert^^) und Caro welche stundenlang mit mir telefonieren musste... ( Ich lieb dich ♥)

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